Über uns

Postcolonial Potsdam ist eine Arbeitsgruppe, Mitglied von Weltweiterdenken e.V., die sich mit Spuren der deutschen und preußischen Kolonialgeschichte und dem postkolonialen Schweigen im heutigen Potsdam beschäftigt.

Skulpturen, Gemälde und botanische Arten in der Potsdamer Schloss- und Gartenlandschaft sind mit der preußischen und deutschen Kolonialgeschichte verbunden. Diese Orte beheimaten Traditionen und Praktiken, die hier in Potsdam oft unbekannt sind. Die Geheimnisse, die sie bewahren, und die mit ihnen verbundenen Geschichten werden oft ignoriert, weil sie nicht in die Vorstellungen der deutschen Geschichtsschreibung und der preußischen Identität passen. Aber mit dieser Geschichte geht die Verantwortung einher, die koloniale Vergangenheit anzuerkennen und ihre Bedeutung in der Gegenwart zu verstehen.

Wir versuchen, diese Orte und Objekte in einen Kontext zu setzen, um unsichtbare Teile der Geschichte in unseren Blogbeiträgen, Stadtführungen, Webprojekten und Veranstaltungen sichtbar zu machen. Dies soll dazu dienen, Diskussionen darüber zu eröffnen, wie mit den Hinterlassenschaften traumatischer Geschichten kolonialer Ungerechtigkeiten verantwortungsvoll umgegangen werden kann.

Mai 2014

Die Universität Potsdam war Gastgeberin der gemeinsamen 25. Jahreskonferenz der GAPS und der 14. zweijährlichen GASt-Konferenz, deren Ziel es war, Praktiken und Normen der Gerechtigkeit in einer postkolonialen Welt zu untersuchen. Dieser Anlass inspirierte uns dazu, die Umgebung direkt vor unserer eigenen Haustür genauer zu betrachten und “Postcolonial Potsdam” zu gründen. Eine Gruppe von Potsdamer Studentinnen, die an der Organisation der Konferenz beteiligt waren, beschloss, eine kleine Ausstellung und einen Blog zu entwickeln, die die lokale Öffentlichkeit zu neuen Diskussionen einladen sollen.

Herbst 2014

Wir begannen eine Zusammenarbeit mit der BBAG e.V. und dem PAWLO e.V. (Pan-African Women’s Empowerment & Liberation. Organization). Gemeinsam erstellten wir Lehrmaterialien zur kolonialen Vergangenheit Brandenburgs. Wenn Sie dieses Material in der Schule verwenden wollen, wenden Sie sich bitte an die BBAG e.V.

Seit Dezember 2014

Wir beteiligen uns an den Kampagnen gegen Blackface in Potsdam. Die Debatten um diese rassistische Praxis wurden durch die traditionelle niederländische Sinterklaas-Feier im Potsdamer Stadtviertel initiiert. Unsere Stellungnahme können Sie hier lesen.

2015

Wir boten verschiedene Parkführungen an, organisierten die Aufführung des Theaterstücks Kilimanjaro Tripadvisor und eine Reihe von Filmvorführungen.

2016

Neben den Parkführungen haben wir eine Reihe von Filmvorführungen organisiert, die im KuZe in Potsdam stattfanden:

“Befreien Sie Afrika”.
Hoffnung im Herz: Mündliche Poesie von May Ayim“.
(Vorab-Screening) “Schwarzkopf BRD: Martin Luther King in Berlin”.

2017

Wir haben auf der jährlichen BREBIT (entwicklungspolitische Bildungsstage) mit der Schwarzen Diaspora Hochschulgruppe, die Initative Schwaze Menschen in Deutschland (ISD), Berlin Postkolonial, Leipzig Postkolonial und Dresden Postkolonial einen Vortrag gehalten, aus dem später diese Broschüre entstand.

Wir haben jetzt ein festes Team, das zwei öffentliche Parkführungen pro Jahr anbietet.

2019

Mehr Parkführungen. Aber auch…

Wir beginnen mit der Entwicklung einer Web-App für einen Audio-Guide. Er wird die Zuhörer auf einen digitalen Rundgang durch den Parc Sanssouci und andere Orte in Potsdam führen. Dieses Projekt wird vom Graduiertenkolleg minor cosmopolitanisms und dem Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Potsdam finanziert. Es wurde auch von Altomayo Kaffee und Junges Engagement Berlin Brandenburg unterstützt. Offizieller Start der Web-App: August 2020!

  • Anna von Rath
  • Anna Rutz
  • Elisabeth Nechutnys
  • Francis Osei
  • Harriet Schulz
  • Irene Hilden
  • Lina Fricke
  • Lena Gerber
  • Paul Urbanski
  • Yann LeGall

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poco.lit. hopes to offer a platform for the exchange of ideas about postcolonial literatures in the broadest sense. We aim to build a community of people who share a love of literature, and are invested in its ethico-political power and significance; and a space that fosters creativity, critical engagement and intercultural conversations.

We share reviews of books new and old, and publish interviews with writers and activists, as well as essays and pieces of creative writing. We invite you not only to read through these, but also to actively participate by sending in reviews and writings of your own. poco.lit. also organises events both real and virtual: readings, workshops and book clubs. For 2020, we’re delighted to bring you the event series Green Library.

poco.lit. is published by Anna von Rath and Lucy Gasser.

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In the nineteenth and twentieth century European anthropologists and colonial officers engaged in a macabre trade of human remains in the name of anthropological science. They wanted to be able to classify humans in “stocks” or “races” based on the measurement of their skulls. Thousand of those human remains still lie in museum collections in Europe, the US, and beyond. These ancestors have seen their skulls and bones stolen and were thereby denied peaceful afterlives. Some of them have been returned to their respective lands and people to be at last reunited with their descendants.

Remembering the Dismembered is a (web)site of remembrance weaving together stories and memories of colonial violence, oppression and dehumanisation undergone by African people under colonial rule. This website has been developed during a PhD project, and tries to transmit parts of this research project in a more accessible way. It aspires to restore subjectivity and convey stories of resistance through polyphony.

This project was developed by Yann LeGall in cooperation with Mnyaka Sururu Mboro.