Rundgänge

Wussten Sie schon, dass der Kilimanjaro mal als der höchste Berg Deutschlands angesehen wurde? Oder dass die Spitze des Kilimandscharo sich angeblich in Potsdam befindet und nicht in Tansania? Wussten Sie schon, dass der Preußische König Friedrich Wilhelm I. die ehemalige deutsche Kolonie Großfriedrichsburg für 1200 Dukaten und 12 Afrikaner*innen an die Holländer verkauft hat? Wussten Sie auch, dass Chinas zweitgrößte Brauerei, Tsingtao, eine Vergangenheit hat, die mit deutschem Kolonialismus zusammenhängt?

In unmittelbarer Nachbarschaft des Neuen Palais deuten Statuen, Gemälde, die im Park Sanssouci ausgestellt sind, sowie botanische Importe in der Schlösser- und Gärtenlandschaft eindeutig auf Preußens koloniale Vergangenheit hin. Wir möchten diese Vergangenheit kontextualisieren und unsichtbare Teile der Geschichte sichtbar machen.

Unsere Führung durch den Park Sanssouci macht auf die kolonialen Spuren im Park aufmerksam und zeigt einige der vielen kolonialen Verbindungen Brandenburgs und Deutschlands auf. Die Führung am Neuen Palais und endet beim Obelisken. Je nach Laufgeschwindigkeit und Fragen der Teilnehmenden dauert eine Tour 1,5-2 Stunden. Wir legen eine Strecke von 2,5km über flache Schotterwege zurück (es gibt keine Stufen).

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine Email: postcolonial.potsdam [ at ] posteo.de

   Mehr Infos:

   – Preis/Honorar: für öffentliche Führungen bitten wir um eine Spende von 5 bis 15€ pro Person, für privat gebuchte Touren sprechen wir die Honorare der Referent*innen individuell mit Ihnen ab.

   – Bitte beachten Sie, dass wir keine Führungen zwischen Oktober und März anbieten können, da Statuen und Büsten während der Winterzeit abgedeckt bzw. untergebracht werden.

Erfahrungsberichte:

„Ich habe die Postkoloniale Parktour schon mehrmals als Veranstaltung im Rahmen internationaler Konferenzen an der Universität Potsdam auf das Konferenzprogramm aufgenommen. Die Teilnehmer*innen waren durchweg begeistert und immer tief beeindruckt von der Tour.“

Nicole Waller, Professorin für Amerikanistik an der Universität Potsdam

„Im Rahmen des Projektes MIT:MENSCHEN der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg wurde in Kooperation mit Postkolonial Potsdam eine virtuelle Tour durch den Park Sanssouci angeboten. Die Teilnehmenden waren sehr wissbegierig, beeindruckt und dankbar für den Perspektivwechsel, den die Tour ermöglichte.“

Josephine Jerke, Heinrich Böll Stiftung Brandenburg